Wissenschaftliche Publikation in Vorbereitung

Publikationsvorbereitung: Neue wissenschaftliche Übersichtsarbeit zur Liquid Biopsy in der Präzisionsonkologie

Arbeitstitel:

Liquid Biopsy versus Tissue Pathology in SMARCA4-deficient Small Cell Carcinoma of the Ovary, Hypercalcemic Type (SCCOHT): Biological Basis of Divergent Biomarker Profiles and Implications for Precision Oncology


In meiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftige ich mich mit der Frage, warum sich molekulare Befunde einer Liquid Biopsy und Ergebnisse der klassischen Gewebehistopathologie bei Tumorerkrankungen teilweise unterscheiden.

Die derzeit zur Publikation vorbereitete Übersichtsarbeit entwickelt die Hypothese, dass solche Unterschiede häufig nicht auf methodische Fehler zurückzuführen sind, sondern Ausdruck der biologischen Komplexität von Tumoren sind. Tumorheterogenität, klonale Evolution, epigenetische Veränderungen und die Dynamik zirkulierender Tumorzellen können dazu führen, dass unterschiedliche diagnostische Verfahren verschiedene biologische Aspekte derselben Tumorerkrankung erfassen.

Als biologisches Modellsystem dient das SMARCA4-defiziente kleinzellige Ovarialkarzinom vom hyperkalzämischen Typ (SCCOHT), eine seltene und biologisch besonders interessante Tumorentität. Die daraus abgeleiteten Konzepte besitzen jedoch potenzielle Relevanz auch für zahlreiche andere solide Tumorerkrankungen und die Weiterentwicklung der Präzisionsonkologie.

Ziel der Arbeit ist es, zu einem besseren Verständnis der komplementären Rolle von Histopathologie, Molekularpathologie und Liquid Biopsy beizutragen und neue wissenschaftliche Impulse für eine individualisierte Tumordiagnostik und Therapieplanung zu geben.

Die Übersichtsarbeit wurde zur Einreichung bei einer internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschrift vorbereitet. Nach Abschluss des Begutachtungs- und Publikationsverfahrens werden an dieser Stelle weiterführende Informationen sowie die bibliografischen Angaben zur Veröffentlichung bereitgestellt.

Publikationsvorbereitung: Tumorähnliche ZNS-Läsion und fokale Neuroinflammation

Arbeitstitel:
A Longitudinal Diagnostic Reassessment of a Tumor-Like Thalamo-Mesencephalic Lesion in an Adolescent: From Presumed Brainstem Glioma to Probable Focal Neuroinflammation in the Context of Infectious Triggers and HLA-Associated Susceptibility


Derzeit erfolgt die wissenschaftliche Aufarbeitung eines seltenen longitudinalen Krankheitsverlaufs mit einer tumorähnlichen Läsion im Bereich von Thalamus, Mesencephalon und Hirnstamm. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich eine initial plausible neoplastische Arbeitshypothese im Verlauf durch klinische, neuroradiologische, liquorchemische, immunologische und funktionell-metabolische Befunde neu bewerten lässt.

Von besonderem wissenschaftlichem Interesse sind die dynamische Veränderung der Läsion mit spontaner Regression ohne tumorspezifische Therapie, nachfolgender erneuter Aktivität und fokaler Gewebedestruktion sowie Hinweise auf eine intrathekale Immunaktivierung. Die longitudinale multimodale Bildgebung einschließlich FET-PET/MRT und MR-Spektroskopie trug wesentlich zur differentialdiagnostischen Neubewertung bei.

Im Rahmen der Publikation wird insbesondere untersucht, inwieweit die Gesamtkonstellation mit einem erworbenen, undulierenden, fokal-destruktiven neuroinflammatorischen ZNS-Prozess vereinbar ist. Darüber hinaus werden mögliche infektiöse beziehungsweise postinfektiöse Trigger und eine immunogenetische Suszeptibilität als pathogenetische Hypothesen diskutiert. Einzelne infektiologische und genetische Befunde werden hierbei ausdrücklich nicht als Kausalitätsnachweis interpretiert, sondern im Kontext des longitudinalen Gesamtverlaufs wissenschaftlich bewertet.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welchen Stellenwert die wiederholte diagnostische Neubewertung bei tumorähnlichen ZNS-Läsionen besitzt und wie morphologische MRT-Befunde, Liquordiagnostik, metabolische Bildgebung und immunologische Untersuchungen komplementär zur Differentialdiagnostik beitragen können.

Die Aufarbeitung erfolgt anhand der longitudinal dokumentierten klinischen Befunde und unter Einbeziehung der internationalen wissenschaftlichen Literatur. Die Publikation wird derzeit nach wissenschaftlichen Journalstandards vorbereitet.